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Lindhorst Gruppe zur "Hohen Schrecke"

Eine Herzensangelegenheit - Unter den über 8.000 Naturschutzgebieten in Deutschland ist die im Norden Thüringens gelegene Hohe Schrecke etwas ganz Besonderes. In dem Waldgebiet, das aufgrund militärischer Nutzung seit Mitte der 1930er Jahre kaum bewirtschaftet wurde, ist die Tier- und Pflanzenwelt außergewöhnlich artenreich.

Stellungnahme

Die vom MDR am 2. Februar 2026 publizierte Berichterstattung rund um die Hohe Schrecke verfehlt den Kern der über Jahre andauernden Abstimmungen zwischen dem hauptamtlichen Naturschutz und der Lindhorst Gruppe. Die Unternehmensgruppe sah sich der multifunktionalen Forstwirtschaft, also einem Dreiklang aus Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion verpflichtet. Dies sind Funktionen, die sich gegenseitig ergänzen und voneinander profitieren.

“Wir bedauern, dass die Redaktion des MDR unser Dialogangebot und das des künftigen Eigentümers im Vorfeld und im Rahmen seiner Berichterstattung abgelehnt hat. Zum richtigen Zeitpunkt hätten der Öffentlichkeit interessante Neuigkeiten und Fakten mit Mehrwert präsentiert werden können, statt der nun unzureichend dargestellten Zahlen, die Außenstehende mehr verwirren als aufklären, wie es doch der Anspruch der Medien sein sollte.

Familie Lindhorst sieht in der "Hohen Schrecke" eine Herzensangelegenheit, deren Reputation nun zu Unrecht Schaden nimmt. Mit der Käuferauswahl im derzeitigen Verkaufsprozess werden wir die Wichtigkeit dieses besonderen Urwaldes im Herzen Deutschlands für uns noch einmal unterstreichen.”

Lindhorst Gruppe stellt Sachverhalt zur "Hohen Schrecke" klar

Ordnungsgemäße Forstwirtschaft

Gerade in Buchenbeständen kann die Artenvielfalt aufgrund des in der Vegetationsperiode dichten Blätterdaches gering sein. Die ordnungsgemäße Forstwirtschaft, die das Landeswaldgesetz klar definiert, lässt Durchforstungen zu, die den Zuwachs des Bestandes auf die Bäume lenken, die sich qualitativ vom Rest des Bestandes abheben. Die Auflichtung von Buchenbeständen führt dann dazu, dass auch die Artenvielfalt profitiert.

Besonderheit Flora-Fauna-Habitat-Gebiet

Da einige Flächen im Flora-Fauna-Habitat-Gebiet liegen, gelten für die Waldflächen in der Hohen Schrecke Regelungen, die klassische Eingriffe erschweren. Der vom MDR erneut aufgegriffene Holzeinschlag im Jahr 2022 geht auf eine Beratung durch ein Forstdienstleistungsunternehmen zurück. Nach wie vor ist die Lindhorst Gruppe von der Expertise des Unternehmens überzeugt. Gleichwohl wurden gute Erfahrungen mit unter Prozessschutz gestellten Altholzinseln gesammelt, sodass schlussendlich der Dreiklang der Waldfunktionen aufgegeben und der Schutzfunktion Vorrang eingeräumt werden sollte.

Bußgeld freiwillig vor Gerichtsurteil akzeptiert

Die Lindhorst Gruppe hat den Einspruch gegen den Bußgeldbescheid wegen des Holzeinschlags zurückgenommen. Mit der Rücknahme ist allerdings kein Schuldeingeständnis verbunden. Der Naturerbe Hohe Schrecke GmbH geht es ausschließlich darum, die Beendigung des Verfahrens zu beschleunigen, damit 1.000 Hektar Wald in der Hohen Schrecke/Thüringen veräußert, dem dauerhaften Naturschutz zugeführt und Spannungen zwischen Waldwirtschaft und Naturschutz aufgehoben werden können.

Diese neuen Rahmenbedingungen lassen es nun zu, in Kürze ein neues Kapitel aufzuschlagen. Ein Kapitel des hauptamtlichen Naturschutzes unter einem neuen Eigentümer, der seine Expertise schon bald fokussiert einbringen kann. Denn die nun nicht mehr der Nutzfunktion dienende Waldfläche zeichnet sich durch teils alte, urwaldartige Bestände und durch eine große Artenvielfalt aus. Mit dem Verkauf ermöglicht die Lindhorst Gruppe, dass die ökologisch bedeutenden Strukturen dauerhaft geschützt und einer natürlichen Entwicklung überlassen werden können.

Verkaufsprozess

Aktuell läuft der Verkaufsprozess für die rund 1.000 Hektar große Waldfläche in der “Hohen Schrecke” in Thüringen. Sobald dieser allseits abgeschlossen werden konnte, werden Details dazu öffentlich bekannt gegeben.

Schon heute lässt sich sagen, dass die Lindhorst Gruppe bei der Käuferwahl großen Wert auf den Erhalt des Areals und den Artenschutz gelegt hat. Aus einer Vielzahl von Interessenten, die größtenteils wirtschaftliche Interessen mit der Fläche verfolgten, wurde ein besonderer Käufer mit entsprechendem Fokus ausgewählt und es wurde ein geringerer Kaufpreis als möglich akzeptiert.

Kontakt

Christoph Wilhelm

Christoph Wilhelm

Unternehmenskommunikation