Winsen (Aller)/Hamburg – 7. September 2026. Die Lindhorst Gruppe, ein familiengeführter Unternehmensverbund mit Aktivitäten unter anderem in den Geschäftsfeldern Land- und Forstwirtschaft sowie Erneuerbare Energien, hat im Rahmen einer Distressed-M&A-Transaktion rund 80 Aufdach-Photovoltaikanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von circa 36 Megawatt-Peak erworben. Das Portfolio ist deutschlandweit gestreut.
Käuferin ist eine Tochtergesellschaft der JLW Holding AG aus der Lindhorst Gruppe, die rechtlich von der Kanzlei HEUKING beraten wurde. Verkäuferin ist die Sun Contracting Germany-Gruppe, für die Rechtsanwalt Nicolas F. Grimm (Ehler Ermer & Partner mbB) als Insolvenzverwalter bestellt ist. Er wurde bei der erfolgreichen Veräußerung durch MÖHRLE HAPP LUTHER beraten. Über den Kaufpreis haben die Beteiligten Stillschweigen vereinbart.
Das M&A-Team von MÖHRLE HAPP LUTHER verantwortete als Lead Advisor die Vorbereitung, Steuerung und Durchführung des gesamten Investorenprozesses. Die Leistungen umfassten insbesondere die Entwicklung der Vermarktungsstrategie, die Erstellung der Transaktionsunterlagen, die Ansprache und Betreuung potenzieller Investoren, die Organisation und Koordination der Due Diligence, die Durchführung des Bieterverfahrens, die Verhandlung der Angebote sowie die Begleitung der Vertragsverhandlungen bis zum erfolgreichen Signing.
Auf Seiten der Lindhorst Gruppe betreute ein gemischtes Team von Anwälten aus der Energierechts- und M&A-Praxis der Kanzlei HEUKING den Kauf während des Due Diligence Prozesses und der Vertragsgestaltung und -verhandlung bis zum Vertragsschluss und darüber hinaus bei Vorbereitung und Durchführung des Vollzugs.
„Trotz der Insolvenzsituation konnte im Rahmen des strukturierten und wettbewerblichen Investorenprozesses eine nachhaltige Fortführung des Portfolios durch die Lindhorst Gruppe als strategische Erwerberin sichergestellt werden“, betont Maarten Wortel, federführender Partner bei MÖHRLE HAPP LUTHER, und führt fort: „Die Transaktion stellt einen erfolgreichen Abschluss eines komplexen Distressed-M&A-Prozesses im Infrastruktur- und Energiesektor dar und sichert den langfristigen Weiterbetrieb des deutschlandweiten Photovoltaik-Portfolios.“
Dr. Janis Meyerhof, der für den Geschäftsbereich Erneuerbare Energien zuständige Vorstand der JLW Holding AG, sagt: „Viele der Anlagen befinden sich in Ost- und Mitteldeutschland und damit in der Nähe zu Flächen und Standorten unserer Unternehmensgruppe. Alle Anlagen erhalten EEG-Einspeisevergütungen. Allerdings ist angedacht, die eine oder andere Anlage außerhalb unserer Fokusregionen in Westdeutschland weiterzuveräußern.“
