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Verantwortung

Jürgen Lindhorst finanziert Sanierung des Celler Thaer-Denkmals

Die Fördergesellschaft Albrecht Daniel Thaer e.V. aus Möglin und die Albrecht-Thaer-Gesellschaft e.V. aus Hannover setzen sich als gemeinnützige eingetragene Vereine gemeinsam im Sinne des bedeutenden Agrarreformers Albrecht Daniel Thaer (1752-1828) neben der Förderung einer zukunftsorientierten Landwirtschaft auch für die umfassende Pflege von Thaers Erbe ein. Beide Vereine freuen sich, aus den Reihen ihrer Mitglieder Jürgen Lindhorst sen., einen heimatlich in der Region Celle verwurzelten Unternehmer, als Förderer für dieses Vorhaben gewonnen zu haben.

 

Die Fördergesellschaft Albrecht Daniel Thaer e.V. und die Albrecht-Thaer-Gesellschaft e.V. strebten  zuletzt an, das 1873 vom Landwirtschaftlichen Filialverein Celle gestiftete und von Carl Ferdinand Hartzer entworfene Thaer-Denkmal vom Celler Thaerplatz restaurieren zu lassen. Hier steht es seit 1998 zwar zentral, aber an einem viel befahrenen Verkehrsknotenpunkt, der wenig repräsentativ ist. Auch die Verkehrsabgase hatten schlechte Auswirkungen auf die Materialsubstanz des Denkmals und ließen sie in den letzten Jahrzehnten stark leiden.

Jürgen Lindhorst sen. als Förderer für Denkmalrestaurierung gewonnen

„Eine fachmännische Restaurierung für ein Denkmal in dieser Größe ist für einen gemeinnützigen Verein nicht ohne Weiteres zu stemmen. Hinzu kommen Kosten für Transport und Sicherung“, erläutert Rainer Fabel, Direktor der Albrecht-Thaer-Gesellschaft Hannover.

Prof. Dr. Ulrich Köpke, Vorsitzender der Fördergesellschaft Albrecht Daniel Thaer aus Möglin, ergänzt: „Wir freuen uns, mit Jürgen Lindhorst jemanden für diese wichtige Maßnahme gefunden zu haben, der in der Region beheimatet ist und der mit seinem persönlichen Wirken in der Landwirtschaft schon immer eine Verbundenheit zu den Forschungen Thaers aufgezeigt hat. Zudem trägt er auch an Thaers späterem Wohnort und Wirkungsstätte im brandenburgischen Möglin sehr zur Förderung des Andenkens an den Agrarreformer bei.“

Vielseitiges Engagement in Sachen Albrecht Daniel Thaer

Jürgen Lindhorst sen.: „Als das Thema der dringend notwendigen Restaurierung in der Thaer-Gesellschaft aufkam, musste ich nicht lange überlegen und habe meine finanzielle und organisatorische Unterstützung sofort zugesagt. Das Wirken Thaers prägt unsere Gesellschaft und die Landwirtschaft bis heute, es ist deren Grundlage, weshalb ich mich natürlich gerne verpflichtet sehe, die Erhaltungder Statue zu unterstützen.“

Jürgen Lindhorst sen. ist mit seinen landwirtschaftlichen Betrieben auch in Brandenburg aktiv, wohin auch Albrecht Daniel Thaer im Jahre 1804 umsiedelte. Das Rittergut Möglin im heutigen Landkreis Märkisch-Oderland war einst Wohnort und Mustergut des Agrarwissenschaftlers und gehört heute zur Lindhorst Gruppe, die den historischen, mehrteiligen Gebäudekomplex derzeit denkmalgerecht und nach hohen ökologischen Standards saniert. Entstehen wird auf den rd. 700 Quadratmetern bis 2027 eine Mischung aus Miet- und Eigentumswohnungen. Das Nutzungskonzept geht in Teilen auf die Philosophie von Thaer zurück. So soll es den künftigen Bewohnern ermöglicht werden, selbst Tiere auf dem Gelände zu halten und Landwirtschaft im kleinen Stil zu betreiben.

Restaurierungszeitplan für das Thaer-Denkmal

Am 18. August 2025 wurde das Denkmal fachmännisch vom mit der Restaurierung beauftragten Steinmetz- und Restaurationsbetrieb Tim Pahl demontiert und nach Wedel in die Werkstatt zur Überarbeitung abtransportiert. Seitdem wurden die obersten Materialschichten geprüft, gereinigt und ausgebessert. Derzeit werden nach der Reinigung Risse verfüllt, die Inschriften neu vergoldet und Lasuren aufgetragen. Zuletzt steht die Modellage der abgebrochenen Finger noch an.

Aktuell streben die Vereine an, noch einmal in den Austausch mit dem Verwaltungsausschuss der Stadt Celle zu gehen, um den seinerzeitigen Beschluss zur Aufstellung am heutigen Standort aufheben zu lassen und  das Denkmal an einem anderen, besser zugänglichen und repräsentativeren Ort in Celle wieder aufzustellen. Hier soll eine innerstädtische Position mit mehr touristischem Fokus in Erwägung gezogen werden.