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Lindhorst Gruppe zur "Hohen Schrecke"

Eine Herzensangelegenheit - Unter den über 8.000 Naturschutzgebieten in Deutschland ist die im Norden Thüringens gelegene Hohe Schrecke etwas ganz Besonderes. In dem Waldgebiet, das aufgrund militärischer Nutzung seit Mitte der 1930er Jahre kaum bewirtschaftet wurde, ist die Tier- und Pflanzenwelt außergewöhnlich artenreich.

Aktuelles zum Verkauf

Das gesamte Areal, das der Naturerbe Hohe Schrecke GmbH aus der Lindhorst Familienstiftung am Naturerbe Hohe Schrecke gehörte, wurde im ersten Halbjahr 2026 ganz im Sinne des Schutzes von Natur und Klima verkauft. Wir freuen uns über die sehr gute Zusammenarbeit mit der Naturstiftung DAVID in diesem Prozess und danken herzlich.

Fragen und Antworten zu zuletzt aufgeworfenen Themen rund um die "Hohe Schrecke"

Verkaufsprozess

Im ersten Halbjahr 2026 konnte der Verkaufsprozess für die Waldflächen der Hohe Schrecke GmbH aus der Lindhorst Familienstiftung in der “Hohen Schrecke” in Thüringen erfolgreich abgeschlossen werden.

Die Lindhorst Gruppe legte bei der Käuferwahl großen Wert auf den Erhalt des Areals und den Artenschutz. Aus einer Vielzahl von Interessenten, die größtenteils wirtschaftliche Interessen mit der Fläche verfolgten, wurde mit der Naturstiftung DAVID ein besonderer Käufer mit entsprechendem Fokus ausgewählt und es wurde ein geringerer Kaufpreis als möglich akzeptiert.

Lesen Sie hier mehr in der Pressemeldung der Naturstiftung DAVID vom 5. Juni 2026…

Ordnungsgemäße Forstwirtschaft

Gerade in Buchenbeständen kann die Artenvielfalt aufgrund des in der Vegetationsperiode dichten Blätterdaches gering sein. Die ordnungsgemäße Forstwirtschaft, die das Landeswaldgesetz klar definiert, lässt Durchforstungen zu, die den Zuwachs des Bestandes auf die Bäume lenken, die sich qualitativ vom Rest des Bestandes abheben. Die Auflichtung von Buchenbeständen führt dann dazu, dass auch die Artenvielfalt profitiert.

Besonderheit Flora-Fauna-Habitat-Gebiet

Da einige Flächen im Flora-Fauna-Habitat-Gebiet liegen, gelten für die Waldflächen in der Hohen Schrecke Regelungen, die klassische Eingriffe erschweren. Der zuletzt immer wieder aufgegriffene Holzeinschlag im Jahr 2022 geht auf eine Beratung durch ein Forstdienstleistungsunternehmen zurück. Nach wie vor ist die Lindhorst Familienstiftung von der Expertise des Unternehmens überzeugt. Gleichwohl wurden gute Erfahrungen mit unter Prozessschutz gestellten Altholzinseln gesammelt, sodass schlussendlich der Dreiklang der Waldfunktionen aufgegeben und der Schutzfunktion Vorrang eingeräumt werden sollte.

Bußgeld freiwillig vor Gerichtsurteil akzeptiert

Die Lindhorst Gruppe hat den Einspruch gegen den Bußgeldbescheid wegen des Holzeinschlags im Zuge des Verkaufsprozesses zurückgenommen, um diesen zu ermöglichen. Mit der Rücknahme ist allerdings kein Schuldeingeständnis verbunden. Der Naturerbe Hohe Schrecke GmbH ging es ausschließlich darum, die Beendigung des Verfahrens zu beschleunigen, so dass der Wald in der Hohen Schrecke/Thüringen veräußert, dem dauerhaften Naturschutz zugeführt und Spannungen zwischen Waldwirtschaft und Naturschutz aufgehoben werden konnten.

Damit wird nun ein neues Kapitel des hauptamtlichen Naturschutzes unter dem neuen Eigentümer aufgeschlagen, der seine Expertise fokussiert einbringen wird. Denn die nun nicht mehr der Nutzfunktion dienende Waldfläche zeichnet sich durch teils alte, urwaldartige Bestände und durch eine große Artenvielfalt aus. Mit dem Verkauf ermöglicht die Lindhorst Gruppe, dass die ökologisch bedeutenden Strukturen dauerhaft geschützt und einer natürlichen Entwicklung überlassen werden können.

Kontakt

Christoph Wilhelm

Christoph Wilhelm

Unternehmenskommunikation